Trinkwasser-
spirale reinigen

Die Trinkwasserspirale ist das Bauteil, an dem die Warmwasserbereitung im Gebäude entscheidet, ob sie funktioniert oder nicht. Sie überträgt die Wärme zwischen Heizungswasser und Trinkwasser — auf vergleichsweise kleiner Fläche und bei hohen Temperaturen. Genau dort setzt sich Kalk zuerst ab.

Schon eine dünne Kalkschicht wirkt als Isolierung: Der Wärmeaustausch geht zurück, das Trinkwasser wird nicht mehr auf die geforderte Temperatur gebracht, die Anlage heizt länger. Eine regelmäßige Reinigung der Trinkwasserspirale hält den Wärmeübergang und die Warmwassertemperatur stabil.

Professionelle Reinigung der Trinkwasserspirale mit Ihren KEBOS-Profis

Trinkwasserspiralen kommen in zwei Bauformen vor. Im klassischen Speicher-Wassererwärmer liegt die Rohrschlange im Trinkwasser und wird von Heizungswasser durchströmt — der Kalk setzt sich außen auf der Spirale ab. In Kombi- und Pufferspeichern durchströmt das Trinkwasser die Spirale, das Heizungswasser umgibt sie — hier lagert sich der Kalk innen an der Rohrwand ab. Welche Bauform vorliegt, bestimmt das Reinigungsverfahren. Wir klären das vor dem Einsatz.

Der Grad der Verkalkung hängt von der Wasserhärte und der eingestellten Speichertemperatur ab. Ab etwa 55 Grad Celsius fällt Kalk verstärkt aus. Da Trinkwasserspiralen konstruktionsbedingt mit hohen Temperaturen und permanentem Frischwasserdurchsatz arbeiten, verkalken sie schneller als andere Bauteile derselben Anlage. In Regionen mit hartem Wasser ist eine jährliche Reinigung sinnvoll.

Eine verkalkte Trinkwasserspirale verursacht drei Kostenarten gleichzeitig. Der Energieverbrauch steigt, weil die Wärme nicht mehr übertragen wird und die Anlage länger nachheizt. Die Aufheizzeit verlängert sich, sodass bei hoher Zapfleistung die Warmwasserversorgung einbricht. Und die Ablagerungen belasten das Material: Es kommt zu lokaler Überhitzung an den Rohrwänden, was die Lebensdauer der Spirale verkürzt.

Hinzu kommt die hygienische Seite. Sinkt die Warmwassertemperatur, weil der Wärmeübergang nachlässt, arbeitet die Anlage außerhalb des Temperaturbereichs, der zur Legionellenprävention vorgesehen ist. Poröse Kalkstrukturen bieten Bakterien zusätzlich Schutz und Nährboden. Eine verkalkte Spirale ist damit nicht nur ein Effizienz-, sondern ein Hygienethema.

Wir reinigen Trinkwasserspiralen im Spülverfahren. Die Spirale wird vom Netz getrennt und an eine Entkalkungspumpe angeschlossen. Anschließend zirkuliert eine Reinigungslösung durch beziehungsweise um die Rohrschlange, die den Kalk schrittweise löst.

Die Auswahl des Reinigungsmittels richtet sich nach dem Werkstoff der Spirale — Kupfer, Edelstahl und emaillierte Ausführungen vertragen unterschiedliche Konzentrationen. Anschließend wird die Spirale gespült, neutralisiert und passiviert. Die Passivierung ist der Schritt, der über die Haltbarkeit des Ergebnisses entscheidet: Sie verhindert, dass die frisch freigelegten Metalloberflächen erneut angegriffen werden.

Vor der Wiederinbetriebnahme prüfen wir die Dichtungen und tauschen sie nach Rücksprache aus, damit nach dem Anfahren keine Undichtigkeiten auftreten.

Von einer Reinigung in Eigenregie raten wir ab. Trinkwasserspiralen sind dünnwandige Bauteile in einem geschlossenen Drucksystem. Haushaltsübliche Säuren sind für die eingesetzten Werkstoffe entweder zu aggressiv oder für industrielle Verkalkungen zu schwach — und die Reinigungslösung muss anschließend fachgerecht neutralisiert und entsorgt werden.

Konstante Wassertemperatur

Energie & Kosten einsparen

Lebensdauer der Spirale erhöhen

Häufig gestellte Fragen zur Boilerentkalkung

Als Richtwert empfehlen wir eine jährliche Reinigung. Der tatsächliche Bedarf hängt von der Wasserhärte, der Speichertemperatur und der Zapfmenge ab. In Gebäuden mit hoher Warmwasserabnahme, wie Wohnanlagen, Hotels oder Pflegeeinrichtungen, kann ein kürzeres Intervall sinnvoll sein. Warten Sie nicht, bis die Aufheizzeit spürbar länger wird: Zu diesem Zeitpunkt ist die Kalkschicht bereits so stark, dass die Reinigung aufwendiger wird.

Die typischen Anzeichen betreffen die Warmwasserleistung: Das Warmwasser erreicht die eingestellte Temperatur nicht mehr, die Aufheizzeit verlängert sich, oder die Temperatur bricht bei gleichzeitiger Entnahme an mehreren Stellen ein. Ein weiterer Hinweis ist eine ungewöhnlich lange Laufzeit der Ladepumpe bei unveränderter Einstellung.

Beides gehört zusammen, ist aber nicht dasselbe. Die Speicherentkalkung entfernt Kalk und Bodenschlamm aus dem Behälter, die Spiralenreinigung stellt den Wärmeübergang wieder her. Wird nur der Behälter gereinigt, bleibt die Ursache der schlechten Warmwasserleistung bestehen. Wir prüfen bei jedem Einsatz beide Bauteile und stimmen den Umfang mit Ihnen ab.

Nein — vorausgesetzt, die Reinigung erfolgt fachgerecht. Wir arbeiten mit Mitteln, die für den Einsatz in trinkwasserführenden Anlagen zugelassen sind, und spülen die Spirale nach dem Entkalken so lange, bis keine Rückstände mehr nachweisbar sind. Anschließend wird neutralisiert und passiviert. Die Trinkwasserqualität verbessert sich durch die Reinigung in der Regel, weil Ablagerungen entfernt werden, die zuvor als Rückzugsraum für Biofilm gedient haben.

Der Eigentümer ist verpflichtet, die Anlage instand zu halten. Die Kosten wiederkehrender Wartungsarbeiten können bei entsprechender Vereinbarung im Mietvertrag als Betriebskosten umgelegt werden. Als Mieter melden Sie einen nachlassenden Warmwasserkomfort am besten der Hausverwaltung, damit diese den Fachbetrieb beauftragt.

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