Dispergatoren & Härte-stabilisatoren gegen Kalk und Ablagerungen

Ob Dispergierung, Stabilisierung oder Härtestabilisierung – am Ende steckt hinter all diesen Begriffen nur ein Kundenziel: Ablagerungen, Verkalkung, Verstopfungen sowie daraus folgende Prozessstörungen, Maschinenausfälle und Reparaturkosten zu verhindern, und das möglichst wirtschaftlich. Der häufigste Verursacher ist dabei Kalk (Calciumcarbonat) – genau hier setzen Härtestabilisatoren und Dispergatoren an.

Warum Kalk zur Herausforderung wird

Ständig wechselnde Temperatur- und pH-Bedingungen stören das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht im Wasser – Härtebildner wie Calciumcarbonat fallen aus und lagern sich ab. Bereits eine Kalkschicht von 1 mm auf einem Wärmetauscher kostet rund 15 % Kühl- bzw. Heizleistung, da Kalk Wärme deutlich schlechter leitet. Kritisch wird es meist ab 55–60 °C – ein Grund, warum vor allem thermisch belastete Anlagenteile wie Wärmetauscher betroffen sind. Wird zusätzlich eisen- oder manganhaltiges Brunnenwasser genutzt, kommen entsprechende Oxidablagerungen hinzu.

Warum Kalk zur Herausforderung wird

Ständig wechselnde Temperatur- und pH-Bedingungen stören das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht im Wasser – Härtebildner wie Calciumcarbonat fallen aus und lagern sich ab. Bereits eine Kalkschicht von 1 mm auf einem Wärmetauscher kostet rund 15 % Kühl- bzw. Heizleistung, da Kalk Wärme deutlich schlechter leitet. Kritisch wird es meist ab 55–60 °C – ein Grund, warum vor allem thermisch belastete Anlagenteile wie Wärmetauscher betroffen sind. Wird zusätzlich eisen- oder manganhaltiges Brunnenwasser genutzt, kommen entsprechende Oxidablagerungen hinzu.

Typische Ablagerungen in Kühl- und Prozesswasser

Kalk (Calciumcarbonat, CaCO3)

Gips (Calciumsulfat, CaSO4)

Phosphatstein (Calciumphosphat)

Braunstein (Mangandioxid, MnO2)

Eisen / Rost (Eisenoxid, Fe2O3)

Biofilm, Algen, Pilze, Bakterien (mikrobiologisch induzierte Korrosion)

Magnesium (Magnesiumsilikat, MgSiO3)

Härtestabilisator oder Dispergator – was ist der Unterschied?

Ein Härtestabilisator wird gezielt gegen Kalkablagerungen eingesetzt. Ein Dispergator wirkt breiter gegen verschiedenste Schwebstoffe wie Schmutz-, Eisen- oder Manganoxide. In der Praxis sind Mischprodukte mit mehreren Wirkstoffen meist wirksamer als Einzelkomponenten.

Wie ein Härtestabilisator wirkt

Kalk ist im Leitungswasser zunächst gelöst und unsichtbar. Steigen pH-Wert und Temperatur, verschiebt sich das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, und Kalk fällt in fester Form aus (Calcitgitter). Der Härtestabilisator setzt genau hier an: Er bindet sich an die Wachstumsstellen des Calcitgitters und verhindert so effizient die Bildung harter Kalkbeläge. Die wichtigsten Wirkstoffgruppen sind Phosphonate, Phosphate und Polyelektrolyte.

Wie ein Dispergator wirkt

Ein Dispergator hält Oberflächen ablagerungsfrei und verhindert, dass sich Partikel zu größeren Ablagerungen verklumpen. Ohne Dispergierung können sogenannte Van-der-Waals-Kräfte Partikel aneinanderhaften lassen – die Folge sind Verstopfungen und Ablagerungen. Der Wirkstoff lagert sich an der Oberfläche der Schwebstoffe an und sorgt dafür, dass sich Partikel gegenseitig abstoßen; in höherer Konzentration lassen sich damit auch bestehende Ablagerungen lösen. Spezielle Biodispergatoren wirken zusätzlich gegen Biofilme, da ihre Moleküle sowohl wasserliebende als auch wasserabstoßende Bereiche besitzen. Dispergiermittel sind meist Polyelektrolyte mit mehreren funktionellen Gruppen (Co-/Terpolymere).

Wirtschaftlicher Einsatz dank Treshold-Effekt

Der sogenannte Treshold-Effekt macht den Einsatz von Härtestabilisatoren und Dispergatoren besonders wirtschaftlich: Es wird deutlich weniger Chemie benötigt, als die vorhandene Kalkmenge vermuten lässt, da der Wirkstoff nur an einzelnen Wachstumsstellen andocken muss. Häufig genügen bereits 20–50 ml Produkt pro m³ Wasser für eine spürbare Wirkung – Phosphonsäuren erzielen schon in solchen Konzentrationen sehr gute Ergebnisse.

Produktübersicht: Dispergatoren & Härtestabilisatoren im Überblick

ProduktHauptwirkstoffeBesonderheit
MASTERPRO 002 aT Phosphonate, Polymere, Tenside, Korrosionsinhibitoren (Nicht-Ferrometalle), Katalysatoren, Biodispersionsmittel, Fluoreszierende Moleküle Erste Wahl bei hartem Wasser mit Ablagerungsproblemen; wirkt gegen Calciumcarbonat, Calciumsulfat, Magnesiumhydroxid, Eisenoxid, Phosphate und Silikate; zusätzlich wirksamer Korrosionsinhibitor
SEQUESTRANTE 072 Phosphonate, Polymere, Tenside, Korrosionsinhibitoren, Katalysatoren, Biodispersionsmittel, Fluoreszierende Moleküle Wie 002 aT, jedoch mit weniger Phosphonaten und mehr Polymeren; geeignet bei geforderten niedrigeren Phosphatgehalten
ANTICORROSIVO 2556 Plus Phosphonate, Polycarboxylate, Triazole, Polymere, Alkali Für Systeme mit geringer Härte oder VE-Wasser, wenn Molybdat oder Nitrit nicht infrage kommen; auch bei Nichteisenmetallen oder verzinkten Bauteilen
SEQUESTRANTE 009 Dispergiermittel, Sequestriermittel, Biodispersionsmittel, Fluoreszierende Moleküle Phosphatfrei; effizientes Dispergiermittel für Härtesalze und Metalloxide; lebensmittelecht; geeignet bei geringer Härte und pH 8,8–9,5
BIODISPERDENTE IQ 918 Tensid- und Polymergemisch Speziell zur Vorbeugung und Entfernung von Biofilmen; unterstützt Reinigung und Desinfektion
PASSIVANTE 181 Phosphorige Säure, organische Korrosionsinhibitoren, Dispergiermittel Passivierung verzinkter Wärmetauscher bei Weißrost-Befall; Alkalität muss begrenzt bleiben
DISPERDENTE 2001 Sehr starke Härtestabilisierung und Dispergierung, zusätzlich mit Biodispergator-Wirkung gegen Biofilme; mittlerer Korrosionsschutz
DISPERDENTE 2001 IN Wie 2001, Variante mit gleichem Wirkungsprofil: sehr starke Härtestabilisierung und Dispergierung, Biodispergator-Wirkung, mittlerer Korrosionsschutz
DISPERDENTE 2090 Reinigende Polymere Sehr starke Härtestabilisierung und Dispergierung mit Biodispergator-Wirkung; zusätzlich zur Reinigung im laufenden Betrieb geeignet – hohe Konzentration zur Kalkentfernung, geringe Konzentration zur Vorbeugung

Häufige Fragen zu Korrosionsschutzmitteln

Meist ab 55–60 °C, da sich Kalk bei steigender Temperatur verstärkt aus dem Wasser löst und ablagert.

Dank Treshold-Effekt reichen häufig schon 20–50 ml Härtestabilisator pro m³ Wasser aus – deutlich weniger, als die vorhandene Kalkmenge vermuten lässt.

Ja, in der Praxis kommen meist Mischprodukte mit mehreren Wirkstoffen zum Einsatz, da diese Ablagerungen wirksamer verhindern als Einzelkomponenten.

Spezielle Biodispergatoren lösen und verhindern Biofilme durch ihre amphiphile Molekülstruktur – ergänzend zum Einsatz von Bioziden.

Ihre Vorteile mit KEBOS

Wirksamkeit Bereits kleinste Dosierungen verhindern dank Treshold-Effekt zuverlässig Kalk- und andere Ablagerungen.

Fachkompetenz Die passende Kombination aus Härtestabilisator und Dispergator wird individuell auf Ihr System abgestimmt.

Rechtssicherheit Wasserbehandlung nach VDI 2047 und 42. BImSchV.