Dosieranlagen und Dosier-pumpen für Chemikalien

In vielen Betrieben werden Chemikalien noch manuell in den Kühlwasserkreislauf gegeben. Bei Korrosionsinhibitoren, Bioziden oder Härtestabilisatoren ist das riskant: Unterdosierung bedeutet fehlenden Schutz, Überdosierung unnötige Kosten und vermeidbare Umweltbelastung. Eine automatisierte Dosieranlage löst dieses Problem, sie dosiert konstant die richtige Menge, hält die Wasserqualität stabil und entlastet Ihr Personal.

Unsere Leistungen rund um Dosiertechnik

Auslegung und Planung von Dosieranlagen, Dosierstationen und deren Komponenten

Auswahl der passenden Dosierpumpe nach Leistung, Werkstoffverträglichkeit und Budget

Komplettanlagen inklusive Zubehör und Mess- und Regeltechnik

Installation und Inbetriebnahme

Wartung und Reparatur

Präzises Dosieren Immer die richtige Menge, keine Überdosierung.

Kosteneffizienz: Der Chemikalienverbrauch sinkt messbar.

Prozesssicherheit: Konstante Wasserqualität schützt die Anlagentechnik.

Dokumentation: Viele Systeme protokollieren die Dosierung automatisch.

Arbeitsentlastung: Kein manuelles Dosieren, kein Faktor „menschliches Versagen“.

KEBOS arbeitet herstellerunabhängig und verbaut Dosiertechnik verschiedener Hersteller. Am häufigsten kommen Pumpen von ProMinent und EMEC zum Einsatz – die Entscheidung liegt bei Ihnen: von der günstigen Einzelpumpe bis zur vollautomatischen Dosierstation.

Wie eine Dosierpumpe funktioniert

Bei Dosierpumpen handelt es sich in der Regel um oszillierende Verdrängerpumpen. Diese arbeiten in einem klar definierten Takt: Beim Rückhub saugt die Pumpe eine exakt festgelegte Flüssigkeitsmenge an, beim Druckhub wird diese in die Dosierleitung gedrückt. So bleibt die Dosierung jederzeit konstant.

Pumpenausführung, Materialien, Einstellungen und Zubehör lassen sich individuell kombinieren, damit die Dosierung genau zur Anwendung passt.

Einfache Dosieranlagen bestehen aus einer Sauglanze, die die Chemikalie direkt aus dem Gebinde ansaugt, und einer Membran- oder Schrittmotordosierpumpe. Je nach Anforderung kommt weiteres Zubehör hinzu:

  • Sicherheitswanne
  • Ansetz-/Vorlagebehälter
  • Sauglanze/Saugrohr
  • Niveauanzeige
  • Rührwerk (elektrisch oder manuell)
  • Mehrfunktionsventil
  • Ovalradzähler
  • Pulsationsdämpfer
  • Dosierventil
  • Überfüllsicherung
  • Mess- und Regeltechnik

Das Herzstück jeder Dosieranlage ist die Dosierpumpe. Sie fördert das flüssige Produkt aus dem Vorlagebehälter in den Kreislauf. Je nach Antrieb und Ausführung unterscheidet man:

  • Magnetdosierpumpen
  • Motordosierpumpen
  • Pneumatische Dosierpumpen

Erhältlich sind Pumpen in unterschiedlichen Leistungs- und Preisklassen mit mengenproportionaler, zeit- oder ereignisgesteuerter Dosierung. Betriebssicherheit und Dosiergenauigkeit sind die maßgeblichen Auswahlkriterien.

Wie dosiert wird, hängt von der Chemikalie und dem Einsatzzweck ab.

Chemikalientyp Steuerung und Funktionsweise
Inhibitoren, Korrosionsschutzmittel, Härtestabilisatoren, Dispergatoren Ansteuerung meist über einen Kontaktwasserzähler. Sobald Zusatzwasser über den Zähler eingespeist wird, gibt dieser ein Signal an die Dosierpumpe. Diese dosiert proportional zur zugeführten Wassermenge – die Konzentration bleibt konstant.
pH-Stabilisatoren (Anhebung und Senkung des pH-Werts) pH-Sensoren überwachen den pH-Wert im Kreislauf kontinuierlich. Weicht der Wert vom Sollwert ab, steuert ein Regelgerät die Dosierpumpe: Bei sinkendem pH-Wert wird ein Alkalisierungsmittel zugegeben, zur Senkung entsprechend ein saures Produkt.
Biozide und Desinfektionsmittel Meist als Stoßdosierung zu festen Zeiten, gesteuert über Zeitschaltuhren oder Steuergeräte. Bei oxidativen Bioziden kann auch sensorgeregelt dosiert werden: Sensoren überwachen die Wirkstoffkonzentration, sodass nur so viel Biozid zugegeben wird wie nötig.

Das Herzstück einer automatischen Dosieranlage ist die Steuerung. Sensoren erfassen die Ist-Werte im Wasserkreislauf in Echtzeit, die Regelung verarbeitet diese Daten und passt die Chemikalienmenge über die Dosierpumpe automatisch an. So bleiben die Wasserwerte stabil, ohne dass eingegriffen werden muss.

Sensor Messgröße Funktion
pH-SensorpH-WertRegelung der Säure-/Laugedosierung
LeitfähigkeitssensorµS/cmSalzgehalt, Absalzsteuerung
Redox-SondemVBiozidkontrolle

Moderne Dosiersysteme lassen sich in ein übergeordnetes Prozessleitsystem (PLS) einbinden. Der Betreiber hat damit alle Wasserparameter im Blick, kann Daten auswerten und Optimierungspotenziale erkennen. Meldungen bei Abweichungen ermöglichen schnelle Reaktionen.

Einsatzbereiche und Branchen für Dosiersysteme

Dosiersysteme kommen überall dort zum Einsatz, wo Flüssigkeiten, Säuren, Laugen oder Additive präzise und kontrolliert zugeführt werden müssen.

Wasser- und Abwasseraufbereitung

Chlor, Ozon, Natronlauge, Schwefelsäure, Flockungsmittel

EINSATZ

pH-Regulierung, Desinfektion, Fällung

Chemische Industrie

Säuren, Laugen, Lösungsmittel, Katalysatoren, Additive

EINSATZ

Prozessdosierung, Mischprozesse

Lebensmittelindustrie

Aromen, Farbstoffe, Konservierungsmittel, Reinigungsmittel

EINSATZ

Rezepturherstellung, Mischprozesse

Energie und Kraftwerke

Korrosionsschutzmittel, Entschäumer, Wasseraufbereitungsmittel

EINSATZ

Kessel- und Kühlwasseraufbereitung

Öl und Gas

Biozide, Inhibitoren, Entschäumer, Entsalzer

EINSATZ

Förderprozesse, Raffinerien

Metall und Oberflächen

Säuren, Laugen, Galvanikchemikalien, Kühlmittel

EINSATZ

Beizprozesse, Galvanik, Korrosionsschutz

Häufige Fragen zu Dosieranlagen

Chemikalien manuell zuzugeben ist grundsätzlich möglich, in der Praxis aber fehleranfällig: Fällt die zuständige Person aus oder wird die Zugabe vergessen, kann das erhebliche Folgen haben. Auch die Dosiermenge stimmt bei manueller Handhabung häufig nicht genau, was zu ineffizientem Betrieb oder Schäden an der Anlage führt.

Besonders beim mengenproportionalen Dosieren – etwa über einen Kontaktwasserzähler am Zulauf eines Kühlturms – ist eine automatisierte Dosieranlage praktisch unverzichtbar. Sie stellt sicher, dass genau die benötigte Menge zugegeben wird, hält die Wasserqualität konstant und macht Betriebskosten kalkulierbar.

Entscheidend sind mindestens diese Punkte: Sind die Werkstoffe für die zu dosierende Chemikalie geeignet? Erzeugt die Pumpe genügend Druck für den Kreislauf? Reicht die Dosierleistung für die benötigte Menge? Wie lässt sich die Pumpe ansteuern und regeln? Und ein oft unterschätzter Faktor: Wie einfach ist die Bedienung im Alltag? Auch die Einbindung in bestehende Systeme wie Gebäudeleitsysteme spielt häufig eine Rolle.

Eine Dosieranlage vergisst das Dosieren nicht und arbeitet präzise. Sie spart Arbeitszeit, reduziert den Chemikalienverbrauch und erhöht Prozesssicherheit und Kontrolle.

Praktisch alle gängigen Flüssigkeiten: Chlor, Säuren, Laugen, Biozide, Korrosionsschutzmittel, Härtestabilisatoren und viele weitere. Wichtig ist, dass die Werkstoffe der Pumpe (z. B. PTFE, Edelstahl) gegenüber der Chemie beständig sind. Für Feststoffe sind spezielle Dosieranlagen erforderlich.

Ja, dafür ist Messtechnik erforderlich. pH-, Leitwert- oder Redox-Sonden erfassen die relevanten Parameter in Echtzeit und leiten die Werte an ein Steuergerät weiter, das die Dosierpumpe bedarfsgerecht ansteuert.

e nach Anlagengröße und Einsatzbereich häufig innerhalb eines Jahres – durch geringeren Chemikalienverbrauch, weniger Wartungsaufwand und vermiedene Stillstände.

Magnetdosierpumpen, Motordosierpumpen und pneumatische Dosierpumpen. Welcher Typ passt, hängt von Medium, Druck, geforderter Dosierleistung und Ansteuerung ab.

Ja, von der Auswahl über Installation und Inbetriebnahme bis zur laufenden Wartung und Reparatur.

Das Grundprinzip ist dasselbe, die Anforderungen unterscheiden sich deutlich. Pool-Anlagen dosieren meist pH-Minus/pH-Plus und Chlor oder Aktivsauerstoff über eine einfache integrierte Steuerung. Industrielle Systeme arbeiten mit mehreren Dosierstängen für verschiedene Chemikalien, hochpräzisen Membran-, Kolben- oder Schlauchpumpen, automatischer Kalibrierung und Überwachung, Einbindung in Prozessleitsysteme sowie Leckageüberwachung, Auffangwannen und Notabschaltungen – im Dauerbetrieb unter definierten Qualitätsanforderungen.

Ihre Vorteile mit KEBOS

Herstellerunabhängigkeit Wir verbauen Dosiertechnik verschiedener Hersteller und wählen nach Ihrer Anwendung aus, nicht nach Portfolio.

Alles aus einer Hand Auslegung, Lieferung, Installation, Inbetriebnahme und Wartung über einen Ansprechpartner.

Rechtssicherheit Wasserbehandlung nach VDI 2047 und 42. BImSchV.