Enthärtungs-anlagen für Industrie und Gewerbe

Kalkablagerungen kennt man von Duschköpfen und Wasserkochern und auch Maschinen, Rohrleitungen und Wärmetauscher bleiben davon nicht verschont. Enthält Wasser größere Mengen Calcium und Magnesium, spricht man von hartem oder kalkhaltigem Wasser. Je höher Wasserhärte und Betriebstemperatur, desto größer sind die Probleme mit Kalk. Eine Enthärtungsanlage sorgt für weiches Wasser und schützt so Ihre Anlagentechnik.

Was eine Enthärtungsanlage für Sie leistet

Schützt Leitungen, Pumpen und wassertechnische Anlagen vor Verkalkung

Erhöht die Lebensdauer der Anlage signifikant

Senkt den Energiebedarf, weil Wärmeübertragungsflächen sauber bleiben

Unterstützt einen reibungslosen Anlagenbetrieb

Erhöht durch redundanten Aufbau die Betriebssicherheit

Ständig wechselnde Betriebsbedingungen stören in Kühlkreisläufen das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht. Dabei fallen die sogenannten Härtebildner aus – vor allem Calciumcarbonat (CaCO3), das für Kalkablagerungen und Steinbildung verantwortlich ist. Die Karbonathärte führt bereits bei mittelhartem Wasser zu Kalkbildung.

Eine Enthärtungsanlage entzieht dem Wasser mithilfe eines kationischen Ionenaustauscherharzes Calcium und Magnesium. Das Wasser strömt dabei durch einen Kationenaustauscher in Form eines Druckbehälters. Die Calcium- und Magnesium-Ionen werden gegen Natrium-Ionen getauscht; alle übrigen Ionen bleiben unverändert. Sind die Harze mit Calcium und Magnesium gesättigt, folgt die Regeneration mit einer Kochsalzlösung (Natriumchlorid) – vergleichbar mit dem Regeneriersalz im Geschirrspüler.

Der Zyklus in drei Schritten

  1. Enthärten, bis die Harze mit Calcium und Magnesium beladen sind
  2. Auswaschen von Calcium und Magnesium aus den Harzen
  3. Regeneration mit Salzlösung (Sole), damit der Zyklus neu beginnen kann

Anlagen zur Wasserenthärtung gibt es als Doppelenthärtung (Pendelanlage) oder Einzelenthärtung. Bei kleineren Anlagen wird die Regeneration häufig über Zentralsteuerventile ausgeführt – das ist günstiger und reduziert den Aufwand bei Installation und Wartung.

Wird Reinstwasser für den Produktionsprozess benötigt, kommt stattdessen eine Vollentsalzung infrage, bei der sowohl Kationen als auch Anionen entfernt werden.

Der Reinigungs-Zyklus in drei Schritten

Eine Enthärtungsanlage arbeitet nicht durchgehend in einem Zustand, sondern durchläuft immer wieder denselben Kreislauf. Das Harz kann nur eine begrenzte Menge Härtebildner aufnehmen, ist diese erreicht, wird es wieder aufbereitet und der Zyklus beginnt von vorn.

Enthärten

Auswaschen

Regenerieren

Redundanz: der entscheidende Punkt bei der Betriebssicherheit

Im industriellen Bereich ist Betriebssicherheit oft das wichtigste Kriterium. Fällt eine Enthärtungsanlage aus – etwa zur Enthärtung von Kühlwasser oder Kesselspeisewasser – kann das zu Anlagenstillstand oder Folgeschäden führen.

Eine Doppel-Enthärtung mit zwei Drucktanks ist seit Jahren Standard. Der Haken: Fällt das Zentralsteuerventil aus, steht die gesamte Anlage still und es ist kein Weichwasser verfügbar – trotz zweier Drucktanks. Echte Redundanz bedeutet deshalb mehr: Jeder Drucktank erhält eine eigene Steuerung, eine eigene Stromversorgung und eine eigene Soleleitung. Fällt ein Steuerkopf aus, produziert der zweite Drucktank weiterhin weiches Wasser. Die Mehrkosten für diesen Aufbau sind gering – der Sicherheitsgewinn erheblich.

KEBOS liefert Enthärtungsanlagen von der Kleinstanlage bis zur Großanlage inklusive Zubehör und übernimmt auf Wunsch Installation, Inbetriebnahme und Wartung.

Produkt EEH 12.5 DEH 25 DEH 50 DEH 75 DEH 100 DEH 150 DEH 200 DEH 250 DEH 300
Durchflussbereich max.0,8 m³/h1,4 m³/h2,8 m³/h4 m³/h5,5 m³/h7 m³/h8 m³/h9 m³/h12,5 m³/h
Harzmenge12,5 L25 L50 L75 L100 L150 L200 L250 L300 L
Kapazität bei 1 °dH50 m³100 m³200 m³300 m³400 m³600 m³800 m³1.000 m³1.200 m³
Salzverbrauch pro Regeneration, ca.2,5 kg5 kg10 kg15 kg20 kg30 kg40 kg50 kg60 kg
Wasserverbrauch pro Regeneration, ca.125 L250 L500 L750 L1.000 L1.500 L2.000 L2.500 L3.000 L
Automatische HärteüberwachungJaJaJaJaJaJaJaJaJa
Automatische Anlagen- und Soleüberwachung inkl. AlarmrelaisJaJaJaJaJaJaJaJaJa
Montage auf mobilem AlugestellNeinJaJaJaJaJaJaJaJa
Vorprogrammierung, Vormontage & MontageanleitungJaJaJaJaJaJaJaJaJa
Doppelanlage + redundante IndustrieausführungNeinJaJaJaJaJaJaJaJa
Regeneration zeitgesteuert / mengengesteuert / manuellJaJaJaJaJaJaJaJaJa
Zentralsteuerventil1× Clack 1"2× Clack 1"2× Clack 1"2× Clack 1"2× Clack 1"2× Clack 1,25"2× Clack 1,5"2× Clack 1,5"2× Clack 1,5"
Soletank mit SiebbodenKabinett80 L100 L200 L200 L400 L400 L500 L500 L
Druck min./max. / max. Temperatur2/8 bar / 45 °C3/8 bar / 45 °C (DEH 25 bis DEH 300)

Für Heiß- und Warmwasseranwendungen bis 82 °C stehen spezielle Enthärtungsanlagen zur Verfügung. Sonderwünsche, Details oder Preise klären wir gerne im Gespräch.

Welche Enthärtungsanlage passt zu Ihrem Betrieb?

Die erforderliche Kapazität hängt vom Einsatzort und der Wasserhärte ab. Ausschlaggebend sind drei Faktoren:

01     Wasserhärte

Je härter das Zulaufwasser, desto schneller ist das Harz beladen und desto häufiger muss die Anlage regenerieren.

02     Menge

Maßgeblich ist nicht der Tagesverbrauch, sondern die höchste Entnahme pro Stunde, sonst fällt der Durchfluss im Spitzenbedarf ab.

03     Gewünschte Resthärte

Nicht jede Anwendung braucht Vollenthärtung. Eine definierte Resthärte senkt den Salzverbrauch und vermeidet zu weiches, korrosiv wirkendes Wasser.

Daneben ist die Bauform zu entscheiden: Bei einer Einzelenthärtung steht während der Regeneration kein Weichwasser zur Verfügung, bei einer Doppelenthärtung (Pendelanlage) übernimmt der zweite Drucktank – die Versorgung läuft also ohne Unterbrechung weiter. Bei kleineren Anlagen wird die Regeneration häufig über Zentralsteuerventile ausgeführt; das ist günstiger und reduziert den Aufwand bei Installation und Wartung.

Wird für den Produktionsprozess Reinstwasser benötigt, reicht eine Enthärtung nicht aus. Dann kommt eine Vollentsalzung infrage, bei der sowohl Kationen als auch Anionen entfernt werden.

Wirtschaftlich betrachtet ist eine Enthärtungsanlage in industriellen Anwendungen fast immer sinnvoll. Die Kosten entstehen aus Anschaffung, Zubehör und Installation sowie dem Verbrauch von Wasser und Regeneriersalz – die laufenden Verbrauchskosten sind dabei gering.

Häufige Fragen zu Enthärtungsanlagen

Kalk führt in industriellen Anlagen wie Wärmetauschern, Kesseln oder Produktionsanlagen über kurz oder lang zu Problemen. Eine Enthärtungsanlage schützt die Technik vor Ablagerungen, senkt Energiekosten und verlängert die Lebensdauer der Anlage.

Die Kapazität richtet sich nach Wasserhärte, täglichem Verbrauch und der gewünschten Resthärte. Wir bewerten Ihre Wasserwerte und erstellen ein darauf abgestimmtes Angebot.

Am häufigsten das Ionenaustauschverfahren mit Regeneration durch eine Salzlösung. Je nach Anforderung und Kapazität können auch Umkehrosmoseanlagen, Filteranlagen oder Verfahrenskombinationen sinnvoll sein.

Sie setzen sich aus Wasser-, Salz- und Energieverbrauch sowie dem Wartungsaufwand zusammen. Durch moderne Technik und effiziente Harze bleiben die laufenden Kosten gering.

Ein- bis zweimal jährlich. Regelmäßige Wartung sichert störungsfreien Betrieb, gleichbleibende Wasserqualität und eine lange Lebensdauer.

Nicht nur zwei Drucktanks, sondern zwei vollständig eigenständige Stränge: je Drucktank eine eigene Steuerung, Stromversorgung und Soleleitung. Nur so bleibt bei Ausfall eines Steuerkopfs die Weichwasserproduktion erhalten.

Ja, für Heiß- und Warmwasseranwendungen bis 82 °C stehen spezielle Ausführungen zur Verfügung.

Die Enthärtung tauscht lediglich Calcium und Magnesium gegen Natrium. Bei der Vollentsalzung werden sowohl Kationen als auch Anionen komplett entfernt – erforderlich, wenn Reinstwasser benötigt wird.

Ihre Vorteile mit KEBOS

Herstellerunabhängigkeit Wir verbauen Dosiertechnik verschiedener Hersteller und wählen nach Ihrer Anwendung aus, nicht nach Portfolio.

Alles aus einer Hand Auslegung, Lieferung, Installation, Inbetriebnahme und Wartung über einen Ansprechpartner.

Rechtssicherheit Wasserbehandlung nach VDI 2047 und 42. BImSchV.