Auf der Wasserseite ist der Auslöser ein anderer: Kalk und Schlamm. Kalk fällt beim Erhitzen des Wassers aus und setzt sich an den wärmeübertragenden Flächen fest. Schlamm entsteht aus Korrosionspartikeln, Rost und Schwebstoffen, die im Heizungswasser mitgeführt werden und sich im Kessel absetzen.
Beide Ablagerungen verschlechtern den Wärmeübergang. Der Kessel muss länger heizen, um dieselbe Vorlauftemperatur zu erreichen, und der Energieverbrauch steigt. Nimmt die Schicht weiter zu, kommt es zu lokalen Überhitzungen an den Kesselwänden, mit dem Risiko von Materialermüdung und Spannungsrissen. In Regionen mit hartem Wasser, wie im Großraum München, treten diese Ablagerungen schneller auf.
Bei der wasserseitigen Reinigung werden die Verkrustungen mit speziell abgestimmten Chemikalien zersetzt und aus dem Kessel gespült. Die Auswahl des Reinigungsmittels richtet sich nach dem Werkstoff des Kessels und der Art der Ablagerung. Nach dem Spülvorgang folgen Neutralisation und Passivierung, damit die freigelegten Oberflächen nicht erneut korrodieren.